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Hirschbacher Höhlenrundweg

Ein Tagesausflug über 20 km mit dem Besuch zahlreicher Höhlen

 

Hirschbach - Prellstein - Hauseck - Neutras - Hegendorf - Noristörle - Hirschbach

 

Start: Hirschbach, Ortmitte an der Wegtafel
Parken: Parkplatz an der Straße nach Loch, in der Ortsmitte von Hirschbach abbiegen
Gehzeit: 5 bis 6 Stunden
Markierung: Ziffer 3 auf grünem Grund Wanderweg 3

 

Unsere Felsen sind Kalkablagerungen des alten Jurameeres, ähnlich der Korallenriffe in der Südsee. Besonders zahlreich finden wir diese Dolomitriffe und -klotze um Hirschbach. Wo es Felsen gibt, gibt es auch Höhlen, von denen allerdings viele unentdeckt sind und bleiben. Der vorliegende Wandervorschlag will etwas in die versteckte Felsenwelt und in die geheimnisvolle Unterwelt führen. Der vom „MSC Hirschbach im ADAC” angelegte, regelmäßig überprüfte und markierte Weg ist durchwegs mit Ziffer 3 auf grünem Grund markiert.

 

Noris Törl

Die knapp 20 Kilometer lange Route führte an insgesamt 30 Höhlen vorbei, von denen sieben nur mit Lampe befahrbar sind. Beschwerliche Steigungen sind dabei und manche Höhle muß man kriechend erforschen , deshalb ist ältere Kleidung und festes Schuhwerk empfohlen.

 

Einkehrmöglichkeiten gibt es in Neutras, Hegendorf und Hirschbach.

 

Wichtig:
Der Weg ist nur im Uhrzeigersinn markiert. Taschenlampe nicht vergessen! Nie allein in eine Höhle kriechen!

 

 

 

Vom Wanderparkplatz gehen wir zurück zur Ortsmitte, bei der Wegetafel über die Straße, den Hirschbach und zwischen den Häusern hoch zum Wald. Am Wald links und nach der Doppelgarage mit Gelbkreuz rechts hoch. Auf schmalem Pfad steigen wir am Waldrand entlang. Nach einem Waldstreifen führt unsere 3 rechts steil hoch und links hinüber zur “Schmledberghöhle".(1) Diese knapp zehn Meter lange, am Eingang fünf Meter breite und fast drei Meter hohe Hallenhöhle war sicher höher, aber sie ist mit Dolomitscherben und Humus gefüllt.

 

Wir müssen wieder hinunter zum Waldrand und mit dem Pfad rechts weiter. Oben auf dem Sattel mündet der Pfad In einen Fahrweg, hier verlassen wir Gelbkreuz und steigen links hoch. Am Wald nicht rechts, sondern geradeaus und dann rechts zum Fels. Die kleine romantische, teilweise verstürzte Höhle (2) dürften Meeresstrudel geformt haben. Links am Fels vorbei, der rückwärts einen schönen Übergang hat, und durch den lockeren Baumbestand abwärts. Schon am Fuße des nächsten Felsens finden wir wieder eine kleine niedrige Höhle(3). Hier nicht abwärts, sondern am Fels entlang weiter und wir stehen bald am Eingang einer großen Versturzhöhle.

 

Vor der “Cäcillengrotte"
Die „Cäciliengrotte"(4), eine zweiräumige Höhlenruine mit einer Gesamtlänge von 40 Metern ist an der weitesten Stelle elf Meter breit und bis sechs Meter hoch. Durch die erste Halle und über eine kleine Felsbarriere kommt man in den hinteren Höhlenraum.


Wenige Schritte abwärts und dann halbrechts durch Jungwald kommen wir zum aufwärtsführenden breiten Wanderweg (Grünstrich). Oben gehen wir nicht links zum Prellstein, sondern geradeaus über den mit Rotpunkt markierten “Peter-Schöner-Weg" mit Grünstrich auf die Felswand am “Hohenbuch" zu (Bergwachthütte bleibt rechts). Vor dem Dolomitmassiv gehen wir links weg, der rotpunktmarklerte alpine “Höhenglückstelg" kommt direkt aus einer halbverstürzten Höhle(5).

 

Wir verlassen Grünstrich und folgen kurz dem Roten Punkt nach links, lassen aber auch die nächste Felswand zur Rechten. Jetzt müssen wir einige Schritte abwärts, dann kriechend durch ein Tor Im Felsenturm (6) (oder oben drüber) zu einer großen Spalthöhle (7) an der Felswand (Gedenkkreuz an der Felswand). Jetzt stell abwärts zum Waldrand und mit Wanderweg (Rotpunkt) rechts bis hinter die Baumbuschreihe. Rotpunkt führt nach Schmidtstadt weiter, wir gehen mit 3+2 an der Baumbuschreihe entlang über einen bewaldeten Buckel und danach etwa 150 Meter neben einer schmalen Wiese her.


Dann führt die 2 halblinks abwärts, hier biegen wir mit unserer 3 rechts ab und folgen etwa 250 m später einem querverlaufenden Feldweg nach links. Rechts auf der Höhe die Ruine und Weiler Hauseck. Auch dieser Weg fällt an der nächsten Baumgruppe halblinks ins Hirschbachtal, hier müssen wir rechts auf einem Pfad durch die Kiefern am Acker entlang zum Wald. Im Wald links haltend, streifen wir eine Wiese und steigen rechts hinunter zur Straße Hirschbach-Schmidtstadt.

 

Auf dieser Straße wenden wir uns nach rechts und sehen nach ca. 30 Metern auf der linken Seite die Höhle Nr.(8), nach weiteren 50 Metern verlassen wir die Asphaltstraße wieder nach links um mit Blaustrich auf dem unteren Feldweg zum nahen Wald zu gehen. (Oberhalb des linken Feldweges, In den Schlehenhecken nahe der Straße, liegt eine versteckte, flache, aufgefüllte, aber über fünf Meter lange Höhle.(9)

 

Zum „Fuchsloch” hoch
Am Wald wandern wir noch etwa 60 Meter weiter und steigen dann mit der 3 auf etwas beschwerlichem Pfad hoch zum “Fuchsloch" (10) (etwa drei Meter lang) und gehen oberhalb weiter zur Felswand. Hier finden wir die “Schloßberghöhlen".


Gebückt müssen wir durch den 13 Meter langen, stellenweise nur 90 cm hohen Felsengang. Auf der Rückseite wenige Schritte nach links hoch zu einer etwa 4 mal 6 Meter großen Halbhöhle (12) und dann zurück und durch das untere 3,80 Meter breite und 1,70 Meter hohe Felsentor (13). Anschließend gehen wir links herum abwärts und hinunter zum Waldrand. Dem Waldrand folgend, steigt der Weg leicht an und, wieder Im Wald, müssen wir bald links steil hoch und oben rechts zum Abgrund, dann links hoch an die Lichtung und zur Straße nach Hauseck.


Vor dem Haus gehen wir mit Blaustrich +3 rechts in Richtung Schmidtstadt, kommen an eine Waldwiese und steigen am Wiesenende links hoch zum “Brünnlesloch". Diese gut 50 Meter lange Hallenhöhle besteht eigentlich aus zwei Räumen, der zweite Raum liegt links ungefähr vier Meter tiefer als der Eingang. Über drei Meter hoch ist die Felsenhalle, mit gletscherförmigen Tropfsteingebilden und starken Wurzelerscheinungen. Früher soll die Höhle als Bierkeller genutzt worden sein (14).


Abwärtssteigend kreuzen wir noch einmal den Blaustrichweg und gehen am Wald (Acker links) unter den Zweigen weiter. Im Wald rechts abwärts kommen wir an den mit Rotring markierten “Wacholderweg" und wandern durch die Felder auf die Straßengabel zu. Hier wenige Schritte rechts, dann links In den Wald und auf dem oberen Weg (Rotring 1,3,7) weiter. Bald führt die 3 hoch zu den “Dürrnberghöhlen"(15 +16).


Diese Felsengrotte besteht aus zwei sechs bzw. zehn Meter langen Gängen, durch den oberen müssen wir durchkriechen und auf der Rückseite wieder hinunter zum Wanderweg (können auch diesseits bleiben und links neben Nr. 16 eine Halbhöhle mit Felsdach besichtigen, unsere Markierung wendet dort). In der Dürrnberghöhle wurden nicht nur Tierknochen sondern auch menschliche Skelette aus der Hallstattzeit gefunden.

 

Der Wanderweg bringt uns allmählich abwärts ins “Schöpfental", wo wir rechts schwenken und zwischen den Feldern zum gegenüberliegenden Waldrand gehen. Nach steilem Anstieg stehen wir vor der Höhle (17) auf dem Bodenberg, den wir nach links wieder verlassen. Nach einem erholsamen Abstieg treffen wir auf Blaukreuz und 2 und gehen damit zwischen zwei Feldern zum nächsten Waldrand, wo sich ein kleiner Rundblick lohnt. Nach einigen Metern Im Wald verlassen wir mit der 3 wieder den gemütlichen Wanderweg und steigen rechts steil hoch.

 

Frühe menschliche Behausung
Wir müssen etwas klettern, um in die “Starenfelshöhle"(19) zu gelangen. Diese 23 Meter lange und acht Meter breite Spalthöhle wird auch „Grüne Grotte” genannt. Stein- und Knochengeräte, Bronzeteile und Keramikscherben, die hier gefunden wurden, lassen auf eine frühe menschliche Behausung schließen.


Nicht abwärts, sondern am Fels links entlang und leicht hoch über einen sanften Buckel. Hier auf schönem Weg links über den Sattel und rechts um die Anhöhe herum, geht es allmählich abwärts. In wenigen Minuten erreichen wir den Weiler Neutras, über dem der gleichnamige Fels aufragt und als Abstecher für einen tollen Rundblick empfohlen wird. Dort befindet sich die “Bettelküche", eine 14 Meter lange bis fünf Meter hohe Spalthöhle.


Bis Hegendorf bleiben wir nun auf dem Schottersträßchen, es führt zunächst abwärts, dann durch Wald und anschließend durch freie Flur. Im Dorf geht es rechts zum mitten im Ort aufragenden „Osterfels”.


Unmittelbar hinter dem Schulbushäuschen steigen wir durch die Sträucher hoch zum „Osterloch"(20). Viel zu bescheiden ist der Name für diese mehrräumige Hallenhöhle. Kriechend erreicht man die hinteren Hohlräume, die zum Teil schöne Tropfsteinbildungen aufweisen, am Ende sind wir etwa 48 Meter vom Eingang entfernt und etwa neun Meter tiefer. In einem vorne abzweigenden, etwa zehn Meter langen Nebengang befindet sich ein Wasserbecken. Wieder draußen geht es kurz auf der Straße weiter, hinter dem Felsenberg rechts hoch und dann links (Gelbpunkt, Grünkreuz und 3) zwischen den Gärten durch zum Wald und dann halblinks hoch.

 

Wir streifen eine Wiese (rechts) und gehen vor dem Blockhaus wieder links in den lichten Wald. Wenig später verlassen wir den mit Grünkreuz markierten „Jean-Müller-Weg" und folgen Gelbpunkt und der 3 rechts durch herrlichen Mischwald. Ober eine niedrige Felsenmauer nähern wir uns einer Lichtung, bleiben aber im Wald und kommen dann auf einen breiten Waldweg, der uns links hinaus zur Lichtung bringt. Bevor der Weg fällt, verlassen wir Gelbpunkt und gehen mit der 3 rechts hinter dem Felsen weiter. Dem nächsten Querweg folgen wir links, weichen dann dem Felsen kurz nach rechts aus und gehen hoch und links zum “Kastell".


Die Felsmauer mit schießschartenförmigen Öffnungen (Ausblick zum Hohenstein) gleicht den Resten einer Festung. Unterhalb befindet sich noch eine Nischenhöhle, das “Azelsteinloch"(21), dann geht es rechts vom Fels weg und mit Blaupunkt steil abwärts.


Unten wandern wir auf geruhsamem Wanderweg (Blaukreuz) links, kreuzen den Norissteig (Rotpunkt) und kommen wieder näher an die Felsen, durch die der alpine Klettersteig führt. Mehrere Halbhöhlen gähnen zu Füßen der Felswand und dann geht es mit Rotpunkt rechts zum “Noristörle"(23), einem malerischen, freistehenden drei Meter hohen Felsentor.
Vor dem Felsen gehen wir links weiter, kreuzen im Wald wieder Blaukreuz und steigen mit Gelbpunkt hoch zur bekannten Ackerlichtung.

 

Vor der Lichtung biegen wir mit der 3 rechts herum, stoßen nach dem ersten Felsberg wieder auf Rotpunkt und gehen mit ihm bis zum nächsten Felsenriff. Während Rotpunkt immer durch oder über die Felsen führt, umgehen wir diese mit der 3. Beim nächsten Felsen führt der Klettersteig durch ein Schlupfloch in eine kleine Höhle (24). Auch diese umgehen wir, allerdings rechts und dann links und wieder rechts zum nächsten Felsklotz. Wir stehen vor der “Amtsknechtshöhle"(25). Diese insgesamt acht Meter lange und bis sieben Meter breite Spalthöhle hat einen großen Eingang und als Ausgang einen versteckten Durchschlupf. In dieser Höhle hatten sich schon einmal Hirschbacher vor dem Feind versteckt.


Im Rechtsbogen gehen wir mit Blaukreuz wieder zurück und bei der Wegteilung scharf links abwärts und rechts zum Felsenriff. Mehrere kaminförmige Höhlen, die oft viele Meter in die Tiefe reichen, finden wir hier. Kurz danach kommen wir an einen breiten Wanderweg, folgen ihm kurz und gehen dann halbrechts abwärts auf grasigem Weg an einer Ackerflur entlang zur Schotterstraße, die links aus Richtung Mittelbergwand kommt. Dieser folgen wir kurz abwärts und steigen dann mit dem nächsten Fahrweg rechts hoch und gehen am Ende des Anstiegs links in den Wald.

 

Der Pfad biegt rechts herum und führt kurz abwärts zur Ostseite der Mittelbergwand. Vor dem Abstieg zu diesen Höhlen empfiehlt sich ein lohnenswerter Abstecher zum Gipfelkreuz auf der Mittelbergwand, wo sich eine tolle Aussicht auf das Hirschbachtal bietet . Allerdings ist Vorsicht geboten, denn die Wand fällt teilwelse 30 Meter tief ab. Zurück an der Ostseite finden wir die “Mittelbergwandhöhlen", darunter eine schöne Spalthöhle mit einem schmalen hohen und einem breiten niederen Eingang.

 

Über Felsbrocken hinweg
Jetzt geht es wieder von der Wand weg. Rotpunkt begleitet uns. Es geht links abwärts und neben der Wiese wieder hoch, am Waldrand schwenkt die 3 nach links und verschwindet hinter dem gigantischen Felsriff. Von nun an folgt Höhle auf Höhle, allerdings in schwierigem Gelände, das man nach langer Wanderung vielleicht ausklammern sollte. Dieser letzte Abschnitt im Angesicht der ersten Häuser Hirschbach's eignet sich vorzüglich für eine eigene Exkursion, weil man sehr schnell am Einstieg sein kann, erfordert aber ausreichende Trittsicherheit.


An der Mittelbergwand könnte man die 3 auch verlassen und auf der Schotterstraße bequem zum Ort absteigen und von dort auch das letzte Teilstück ausgeruht und entspannt besichtigen. Wer die Mittelbergwand bewältigt hat und am »Schlaraffenland", wie das große Felsriff In Klettererkreisen genannt wird, angelangt ist, kann sich auf eine abwechslungsreiche Route freuen.

 

Neben vielen Spalthöhlen und riesigen Überhängen finden wir hier auch Nischenhöhlen, darunter eine mit einem winzigen Schlupfloch und Ausblick. Wir müssen hier gut aufpassen, bleiben immer nahe der Felsen und müssen ab und zu auch durch Felsbrocken hindurch oder drüber. Fast am Ende dieses Felsenriffs gähnt über uns noch die “Schmledberg-Abri"(Abri = Überhang bzw. Rastplatz der Steinzeitmenschen), eine Höhlenruine etwa 4,50 x 4,50 Meter groß mit kleinem Deckdurchbruch.


Weit abenteuerlicher ist allerdings eine Spalthöhle links unterhalb. Hier führt rechts ein knapp zehn Meter langer Schlupfgang in eine etwa 3x2 Meter große und bis vier Meter hohe Höhle mit herrlichen Tropfsteinen. Diese Höhle ist allerdings nur etwas für furchtlose Schlanke und Gelenkige, man bekommt später in der Höhle mit Sicherheit Platzangst und muß besonnen wieder die 10 Meter mit Windung zurückschlupfen wie eine Riesenschlange.

 

Jetzt geht es am Kletterseil (wem zu beschwerlich, der gehe ein Stück zurück und dann schräg abwärts durch bzw. unterhalb der Felsbrocken) abwärts und wieder unmittelbar neben der Felswand weiter, bis wir auf die Rotpunktmarkierung stoßen, mit ihr abwärts steigen und auf den unteren Wanderweg kommen, der uns rechts zum Ausgang unserer erlebnisreichen Wanderung und in die Zivilisation zurück bringt.

 

Diesen Höhlenwanderweg finden Sie auch in dem Buch “Wandern in der Hersbrucker Schweiz"!