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Königstein

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Hirschbacher Ziegenrundwanderweg

Gehzeit:
1. Teil über den Turm, ca. 1 Std.
2. Teil über Gänseck, Kitzenried, Lehwinkel und Ehrling, ca. 2 Std.

 

Markierung: Durchgehend Grünring
Einkehrmöglichkeit: Bei Halbzeit oder nach der Wanderung in Hirschbach

 

Der Ziegenweg ist ein Rundweg in zwei Teilen. Der erste Teil ist unschwierig und sogar mit einem geländegängigen Kinderwagen befahrbar. Der zweite Teil ist zuweilen etwas steiler, festes Schuhwerk ist angebracht.


Man kann ohne weiteres die beiden Teile auch separat gehen, man kommt immer wieder nach Hirschbach zurück.


Der Weg führt vorbei an steilen Berghängen, die sich nicht für den Ackerbau eigneten und deshalb früher als Hutung für Ziegen dienten.

 

Warum gehörten Ziegen früher zum Bild unserer Kulturlandschaft? Was sind die nutzbringenden Vorteile der Ziege für den Menschen? Warum setzen wir sie heute vor allem als Landschaftspfleger ein?


Diese und ähnliche Fragen beantworten in unterhaltsamer und informativer Weise 7 Thementafeln unseres im Jahr 2002 eingerichteten Ziegenweges.

 

Vom Hirschbacher Dorfplatz, beim Gasthof „Goldener Hirsch“ geht’s mit unserem Grünring in das Reichental. Vorbei am ADAC Parkplatz erreichen wir nach der nächsten Linkskurve die Abzweigung nach Loch, Weg Nr. 1 und Grünstrich verlassen uns nach links ins Reichental. Wir bleiben rechts auf dem wenig befahrenen Asphalt-Sträßchen in Richtung Loch. Rechts kommt
 

Thementafel Nr. 1: Geschichte und Geschichten rund um die Ziege.
Bald sind wir an der Ziegelhütte. Hier wurden früher, wie in vielen Orten, handgeformte Ziegel gebrannt, heute wird das Anwesen von einem Fuchs bewohnt. Wir gehen weiter bergan. Auf der Höhe, bei der scharfen Linkskurve, kommt von rechts, aus Hirschbach der „Locher Kirchenweg“(Grünkreuzmarkierung). Hier gehen wir ca. 50m nach rechts und dann wieder links.

 

Auf der Flurstraße (links Acker, rechts Wald) kommen wir in der Nähe des Turmes auf den Rundweg Nr. 1. Nun nach halb rechts (Süden) zum Turm. Hier gehen wir bis an die Felskante und genießen erst einmal die schöne Aussicht auf Hirschbach und die darüber liegenden Berge . Bitte Vorsicht – auf Kinder achten – Absturzgefahr.


Thementafel Nr. 2.: Besonderheiten unserer Landschaft.
Vom Turm gehen wir mit Weg Nr. 1, erst kurz in nördl., dann in westlicher Richtung bergab. Vorne, in der Nähe einer Ruhebank erreichen wir wieder den „Locher Kirchenweg“ und die
 

Thementafel Nr. 3: Lebensraum Magerrasen.
An der „Hammerleite“ wurden die ersten Entbuschungsmaßnahmen durchgeführt und die üppige Flora dankt es. Mit dem Grünkreuz gehen wir bergab. An der Kirche erreichen wir Hirschbach.

 

Wer Lust auf den 2. Teil hat, geht nun nach links durch das Tor und gerade weiter. Beim letzten Haus kommen wir an den jungen, klaren Hirschbach. Am Bach entlang in Richtung Stoffelmühle ( Heute Wasserpumpstation für die Bergdörfer Groß-Kleinmeinfeld und Grünreuth). Rechts oben im Wiesenhang sehen wir eine Ruhebank mit Hinweistafel – unser weiterer Ziegenweg. Wir gehen zur Hauptstr. Und dort ca. 100m nach links. Wo die Stützmauer beginnt, verlassen wir die Straße nach rechts und gehen nach wenigen Schritten noch mal nach rechts hoch. Nach kurzem Steilanstieg haben wir die Ruhebank am „Gänseck“ mit schöner Aussicht auf Hirschbach erreicht.
 

Thementafel Nr. 4: Wissenswertes über die Ziege.
Nun zunächst gerade weiter. Beim nächsten Querweg dann wieder nach links und mäßig steil – vorbei an.


Thementafel Nr. 5: Haustier mit breiter Produktpalette
auf die Höhe. Oben dann eine Wegekreuzung. Beiderseits haben wir die Felder der „Kitzenried“.

 

Wir gehen nach rechts weiter. Bald gibt es einen schönen Blick auf Hauseck und zum Starenfels und Prellstein. Nun immer auf der Flurstraße talwärts, hinab in den „Lehwinkel“. Unten kommen wir auf Grünpunktmarkierung (aus München) und Blaustrich (aus Kirchenreinbach). Mit ihnen gehen wir nun in Richtung Asphaltstraße. Kurz vorher nun in spitzem Winkel nach rechts, hoch zum „Ehrling“. In sanften Biegungen schlängelt sich das Flursträßen auf die Höhe. Zahlreiche Küchenschellen und Bergschlüsselblumen freuen sich übers Sonnen- licht im Frühjahr bzw. über die Entbuschung des Ehrlings. Oben neben Ruhebank


Thementafel Nr. 6: Die Bedeutung der Weidewirtschaft früher

Wieder eine herrliche Aussicht auf Hauseck, Dürrnberg, Starenfels und Bodenberg, weiter rechts der „Schwarze Brand“ mit Höhenglücksteig. Bei der Schautafel geht’s wieder talwärts. Vorbei an massigen Dolomitfels erreichen wir bei der


Thementafel Nr. 7: Die Ziege als Landschaftspfleger

die Straße. Auf ihr ca. 50m nach links und auf der gegenüberliegenden Seite mit der Nr. 3 dem Höhlenrundwanderweg auf die Höhe. In der Nähe der Stromleitung erreichen wir oben ein Flusträßchen. Mit ihm gehen wir nun nach rechts talwärts und kommen beim Friedhof wieder zurück nach Hirschbach.

 

Alfred Brunner
Herausgeber: Verkehrsverein Hirschbach

 

Die Ziege

Die ZiegeWisst ihr was ne Ziege ist?
Eine Ziege, die macht immer Mist.
Sie ist „bockig“ und hat ihre „Zicken“
und kann das „Meckern“ nie verdrücken.
Zuweilen könnt man diese Zeichen
durchaus mit menschlichen vergleichen
und mit „Dumme Ziege“, wie es scheint
ist sowieso ein Mensch gemeint!

 

Die Ziege – Geiß – Goas

Die Geiß war früher die Kuh der armen Leute, auch „Eisenbahnerkuh“ genannt. In Hirschbach sagte man Goaß oder Heppl.


Beim Hüten war der Lockruf:“ Hepperl, Hepperl“


Die männliche Geiß war der „Goaßbuug“, ein Junges ein Geißlein oder Hepperl; die wertvollste Ziege ist der „Häberling“, eine erstmals trächtige Geiß.


Wenn eine Geiß „bockte“ (heiß war), wurde sie zum Bock geführt – sie wurde „zugeführt“ und „gesprungen“. Vom Bock ging meist ein recht strenger Geruch aus. Der Bock musste „angekört“ sein, das heißt: Zur Zucht auserkoren. Nicht angekörte Böcke gab es nur mal kurz in der Notzeit nach dem 2. Weltkrieg. Sie waren sonst streng verboten. Zeitweise wurden die Geißen nach Neutras oder nach Vorra „zugeführt“. Das „Springen kostete ca. 2-3 Reichsmark, wenn aber eine Geiß nicht „blieb“ und „nachbockte“, war das zweite Mal springen kostenlos.


Ein junges Geißlein oder Hepperl (eine Geiß trug ca. 2-3Junge) war zu Ostern oder zur Konfirmation eine begehrte Delikatesse und konnte in Notzeiten recht nutzbringend getauscht werden.

 

Anmerkungen und Gedicht von Alfred Brunner