Öffnungszeiten
Verwaltungsgemeinschaft
Königstein

Mo. - Fr. 08.00 - 12.00 Uhr
Di. 14.00 - 17.00 Uhr
Do. 14.00 - 18.00 Uhr

 

 

Bürgermeistersprechstunde
(jeden Freitag außer bei Gemeinderatssitzungen)

Hirschbach 17.45 - 18.45 Uhr
Eschenfelden 19.00 - 20.00 Uhr
(entfällt z. Zt. wegen Bauarbeiten)

 

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Die Landschaft und ihre Tiere

HirschbachDer dem Ort namensgebende Hirschbach entspringt heute direkt hinter dem Weiler Oberklausen, wo sich die Landschaft Richtung Eschenfelden weitet, und mäandert durch das idyllische Tal südwärts, bis er bei Eschenbach in die Pegnitz mündet. Kaum zu glauben, dass dieser kleine Bach genug Kraft hatte, um bis in die Mitte des letzten Jahrhunderts mehrere Mühlen zwischen Klausen und Eschenbach zu bewegen.

 

Hirsche sieht man an seinen Ufern heute keine mehr äsen – dafür hat der Biber Einzug gehalten. Mit etwas Glück erhascht man einen Blick auf Wasseramsel und Eisvogel an seinen Ufern oder Störche und Reiher in den ufernahen Wiesen auf Maus- und Froschjagd.

 

In den Eiszeiten hat sich der Hirschbach vom Hochplateau bis auf sein heutiges Niveau durch den Dolomit genagt und damit die bizarren Felsriffe des Schwarzen Brandes geschaffen. Die dabei entstandenen unzugänglichen Felsvorsprünge sind jetzt Brutrevier von Wanderfalke und Uhu, die Höhlen und Spalten Lebensraum verschiedenster Fledermausarten (u.a. Mopsfledermaus, Großes Mausohr, Waldfledermaus).

 

Nach der Natur hat der Mensch das Bild der Landschaft geprägt. Noch vor 150 Jahren waren die Talhänge baumlos und kahl, die nahe Eisenerzindustrie und die dafür benötigte Holzkohle verschlang im Zeitraffer die oberpfälzer Wälder. Regen und Erosion spülten die nun ungeschützte Erde vom Stein – zurück blieben magere Böden, die nur noch von anspruchslosen Ziegen und Schafen beweidet werden konnten. Der Grundstein für die heute seltenen und schützenswerten Magerwiesen war gelegt!

 

Jetzt bietet sich uns eine kleinteilige und abwechslungsreiche Landschaft dar, wie es sie in Deutschland sonst nirgendwo mehr gibt: Satte Feuchtwiesen im Talgrund, Rotbuchen- und Kiefernwälder an den Hängen, eng verzahnt mit Magerwiesen, Hecken, Wiesen und Äckern, dazu die exponierten, kahlen Dolomitköpfe der Felsen. Die dadurch überlebende Vielfalt an außergewöhnlichen Pflanzen und Tieren ist enorm und sollte am besten mit viel Zeit, Geduld und Respekt erkundet werden.


 

Die Lebensräume

 

Die Rotbuche – Mutter des Waldes – begegnet uns in den Hirschbacher Wäldern erfreulich oft. Ihr Blätterdach schimmert im April smaragdgrün, schenkt uns Schatten und Kühle im Sommer und leuchtet Orange im Herbst. Je nach Standort wird sie begleitet vom Waldmeister und dem Salomonsiegel. Auf den wärmeren und flacheren Kalk- und Dolomitböden leisten ihr Eibe, Eiche und Elsbeeren Gesellschaft, im Unterwuchs finden wir mehrere Orchideenarten – darunter der wunderschöne Frauenschuh, das Weiße und Rote Waldvöglein, die Waldhyazinthe und mehrere Stendelwurzarten - und die Schwalbenwurz.

 

Trockene, lichte Kiefernwälder vermitteln ein südländisches Gefühl und bevorzugen

Extremstandorte: flachgründige Felsen, Rutschhänge und Dolomitsande. Den Boden besiedeln hier Pioniere wie der Berg-Gamander, das Katzenpfötchen, Wintergrün- und Orchideenarten.

 

Auf den exponierten und besonnten Dolomitkuppen schließlich gedeihen nur noch Spezialisten wie die Weiße Fetthenne, Mauerpfeffer, Zwergbuchs, Felsen-Schaumkresse und Grauer Löwenzahn.

 

Diese gar nicht bis extensiv bewirtschafteten Landschaftsbestandteile sind letzte Rückzugsgebiete für eine ganze Reihe seltener Tierarten wie z.B. der Rotflügeligen Schnarrschrecke, verschiedenen Bläulingen, der Schlingnatter und Kreuzotter, des Schwalbenschwanzes und – im Bereich der Hecken – des Neuntöters.

 

Zum Thema Cäciliengrotte und anderen Kleinhöhlen im Gebiet:

Lagerfeuer sind im Wald und in Höhlen als Bestandteil des Waldes außerhalb der behördlich dafür bestimmten Plätze laut Bayerischem Naturschutzgesetz grundsätzlich verboten! (Auch das Sammeln von Brennholz im Wald bedarf der Zustimmung des Waldbesitzers.)

 

Die Cäciliengrotte ist ganzjährig ein wichtiges Quartier verschiedener Fledermausarten (u.a. Mopsfledermaus, Großes Mausohr).

 

Lagerfeuer und der damit verbundene Ruß stellen eine erhebliche Störung für die Fledermäuse dar und gefährden den Bestand der Population. Das Entzünden eines Lagerfeuers in der Cäciliengrotte wird damit ausdrücklich verboten. Zuwiderhandlungen können mit einer Geldstrafe belegt werden!